Nutformen/Maßwalzen

Das Nutformen ähnelt in den verwendeten Werkzeugen und dem grundsätzlichen Einsatz in einer Werkzeugmaschine stark dem Festwalzen.  Ziel der Umformbearbeitung ist jedoch nicht die Verdichtung der Oberfläche, sondern die Formung von Geometrien (z. B. Nuten oder Radien), wobei die plastische Umformung der Randschicht eine entscheidende Rolle dabei spielt.

Die durch uns unterstützten Umformprozesse unterscheiden sich von der Massivumformung durch die eingesetzte Umformkraft (i. d. R. < 10 kN)  und die zu erzeugende Geometrie, die i. d. R. Umformgeometrien unterhalb von 20 mm erzeugen.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Eingeformte Nut in die Hülse einer Baugruppe

Das Nutformen verfügt über nachfolgend aufgelistete Eigenschaften:

  • Verringerung der Rautiefe in der geformten Oberfläche als erwünschter Nebeneffekt
  • Erhöhung der Dauerfestigkeit auf 150 bis 400 % im umgeformten Bereich des Bauteils
  • Einfache Bedienung und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse
  • Kurze Bearbeitungszeiten
  • Höhere Betriebssicherheit des geformten Bauteils
  • Reduzierung des Gewichts des Bauteiles möglich
  • Prozess in einer Aufspannung nach der Zerspanung
  • Wirtschaftlich durch kurze Bearbeitungszeiten sowie Wegfall von Rüst- und Transportzeiten und Entsorgung von Abtrag
  • Auf den meisten spanenden Werkzeugmaschinen einsetzbar
  • Der Umformprozess ist generell ein span- bzw. partikelfreier Prozess.

Das Nutformen eignet sich vor allem für rotationssymmetrische Konturen.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Baugruppe im "Bearbeitungsnest" einer Nuteinformstation