Unsere Produktstrategie

Ba­sis­be­ar­bei­tung

Als Basis- oder Vorbearbeitung unterstützen unsere Verfahren und Lösungen folgende Typen:

  • Additiv:  Erzeugung von Bauteilen durch i. d. R. schichtweises Auftragen von Material (z. B. 3D-Druck, Laseraufschweißen, Lasersintern) für komplexe Innen- und Außengeometrien ohne fertigungstypische Symmetrien.  Hier ist eine Nachbearbeitung i. d. R. nur in zweiter Aufspannung möglich.
  • Subtraktiv:  Klassische Bearbeitung in Form von Drehen, Fräsen, Schneiden und Bohren (sowie Unterformen wie z. B. Reiben), bei dem ein Materialabtrag erfolgt.  Häufig entstehen dabei häufig fertigungstypisch symmetrische Geometrien.  Eine Nachbearbeitung ist in einer Aufspannung möglich und sinnvoll.
  • Formativ:  Klassische Bearbeitung in Form von Gießen, Umformen (z. B. Schmieden, Walzen, Kneten, Tiefziehen) und Auftragen (z. B. Schweißen) für komplexe Innen- und Außengeometrien mit und ohne fertigungstypische Symmetrien.  Auch hier ist eine Nachbearbeitung i. d. R. nur in zweiter Aufspannung möglich.

Ver­fah­ren

Unsere Expertise im Glätten von duktilen Werkstoffen umfasst folgende Verfahren:

  1. Glattwalzen:  spanlose Kaltumformung der Werkstoffrandschicht mit Hilfe eines rotierenden Wälzkörpers zur Glättung und leichten bis mittleren Verfestigung der Oberfläche
  2. Diamantglätten:  minimal spanende Kaltumformung der Werkstoffrandschicht mit Hilfe einer stehenden monokristallinen (MKD) oder polykristallinen (PKD) Diamantspitze und leichten Verfestigung der Oberfläche

Beide Verfahren haben ihre Besonderheiten und jeweiligen Einsatzgebiete und Bearbeitungsergebnisse.

Unsere Expertise im Verfestigen von duktilen Werkstoffen umfasst folgende Verfahren.

  1. Festwalzen:  spanlose Kaltumformung der Werkstoffrandschicht mit Hilfe eines rotierenden Wälzkörpers und relativ hoher Walzkräfte zur mittleren bis hohen Verfestigung der Oberfläche und damit Erhöhung der Schwingfestigkeit (bis zur Dauerfestigkeit) bearbeiteter Bauteile
  2. Diamantdrücken:  minimal spanende Kaltumformung der Werkstoffrandschicht mit Hilfe einer stehenden monokristallinen (MKD) oder polykristallinen (PKD) Diamantspitze und leichten Verfestigung der Oberfläche

Unsere Expertise im Mikrostrukturieren von duktilen Werkstoffen umfasst die spanlose Kaltumformung der Werkstoffrandschicht mit Hilfe eines rotierenden Strukturkörpers zur Mikrostrukturierung bzw. zum Strukturrollieren der Oberfläche und damit Verbesserung der tribologischen Eigenschaften bearbeiteter Bauteile.  Wir kombinieren dieses Verfahren in der Regel mit dem Glattwalzen.

Unsere Expertise im Nutformen von duktilen Werkstoffen umfasst die spanlose Kaltumformung von Werkstoffen mit dünner Wandstärke (bis 2 mm) mit Hilfe eines rotierenden Formkörpers.

Werk­stof­fe

Die o. g. Verfahren wenden wir gemäß unserer Produktstrategie auf unterschiedliche Werkstoffe an.  So können wir geeignete Metalle i. d. R. glätten, verfestigen, mikrostrukturieren oder formen, während vor allem eine Verfestigung mit Kunststoffen aktuell nicht möglich ist.  Unsere Werkstoff-Expertise umfasst die folgenden metallischen Werkstoffe:

  1. Eisenmetalle:  Eisenhaltige Gusse und Stähle
  2. Nichteisenmetalle:  Nichteisenhaltige Metalle und Legierungen (z. B. Bronze, Messing, Aluminium, Titan, Cobalt, Gold)

Unser Expertise erweitern wir aktuell auf Kunst- und Verbundstoffe:

  1. Werkstoffe für Fused Deposition Modeling (FDM):  z. B. ABS, PLA

Lö­su­ngen

Wir unterscheiden hier stark zwischen Standard- und Sonderlösungen.  Bei Standardlösungen (z. B. Glattwalzwerkzeuge) haben wir die Möglichkeit, geeignete Werkzeuge bei bekannten Herstellern zu beschaffen.  Unser Mehrwert liegt hier in der Beratung, der Auswahl, der Inbetriebnahme und im Customizing (s. u.).

Sonderlösungen entwickeln wir selbst, stellen diese her und bieten vollumfänglichen Service.  Dabei unterteilen wir Sonderlösungen zusätzlich in folgende Bereiche auf:

  • Customizing von Standardwerkzeugen
    Wir legen z. B. Federkennlinien speziell für Ihren Anwendungsfall aus, gestalten diese weicher oder härter, öffnen oder schließen entsprechende Bearbeitungstoleranzfelder.  Wir entwickeln Sonderwalzkörper mit auf Ihren Anwendungsfall zugeschnittenen Geometrien und Eigenschaften.  Wir greifen für Walzkörper auf verschiedene Materialien zu, die sich durch unterschiedliche Standzeiten und z. B. thermische Eigenschaften unterscheiden.  Wir statten, sofern dies technisch möglich ist, bestehende Werkzeuge mit Sensoren und Elektronik aus und übernehmen die entsprechende Programmierung, das Anlernen und die Installation.
  • Sonderwerkzeuge
    Wir entwickeln Lösungen z. B. zur Bearbeitung von besonderen Geometrien wie Freiformflächen, tiefe Bohrungen oder unterbrochene Konturen.  Ebenso entwickeln wir Lösungen für Ihre spezielle Bearbeitungssituation, für die es keine Standardlösungen gibt (z. B. Störkonturen im Arbeitsraum bzw. Bauteil, minimale Arbeitsraumkonfiguration, Sonderwerkzeugaufnahmen).
  • Sondergesamtlösungen
    Wir entwickeln Gesamtlösungen für auf Ihren Anwendungsfall zugeschnittene Stationen oder Anlagen inkl. Be- und Entladelösungen.  Ist z. B. das Nutformen ein in einem Gesamtmontageprozess eingebetteter Fügeprozess, so integrieren wir diese Lösung in Ihre Gesamtanlage.  Sind z. B. Festwalzkräfte für Ihre bestehende Dreh- oder Fräsmaschine zu hoch, so entwickeln wir eine speziell für diesen Prozessschritt ausgelegte Lösung einer zweiten, optimierten Aufspannung.